Zweiradfrei in Kreta

Nach ein paar entspannten Tagen und viel Sightseeing in Athen ging es Donnerstag Abend mit der Fähre in Richtung Kreta! Punkt 9:30 kam dann Herr Vossos von cretecamper mit unseren Gefährt für die nächsten 2 Wochen:

Chausson Flash 01

Nach einer ausführlichen Einführung in das Haus auf 4 Rädern machte ich mich auf den Weg in Richtung Osten um ein Gefühl für den Kasten zu kriegen. Sofort war mir die totale Unabhängigkeit sympathisch, immerhin hat man alles mit was man braucht – Strom, Wasser, Gas für Kühlschrank, Herd und Boiler, Toilette & die Auswahl zwischen zwei Betten!

Gegen Mitternacht kam dann endlich der Flieger aus Graz, Lisa hat Ihre Flugangst erfolgreich alleine bewältigt 🙂 Erstes Ziel am folgenden Tag war die Lassithi Hochebene.

Als wir in der Früh starteten mussten wir jedoch sehr schnell lernen, dass Google Maps als Navigation für Campervans absolut nicht geeignet ist. Die erste, sehr enge Straße die noch dazu nur halb existent war musste passiert werden. Alles ging gut, das Bordnavi mit Busrouten wurde erfolgreich aktiviert 😉 Serpentinenartig ging es hoch auf rund 1200 Meter zur Höhle des Zeus. Eine beeindruckende Tropfsteinhöhle in welcher der Legende nach Zeus geboren wurde.

Wildcampen ist auf Kreta nicht legal, dennoch reicht ein nettes fragen ob man am gewünschten Platz stehen bleiben darf. So parkten wir am Eingang der Havga Schlucht neben einer Schafherde und wurden am nächsten Morgen von deren Glockengeläut geweckt

Sonntag und Montag ging es weiter in Richtung Osten nach Elounda, durch Agios Nikolaos und Sitia zum Vai Beach. Hier wachsen seit Jahren Palmen welche einen regelrechten Hype in den 70ern ausgelöst haben und den Strand schnell zu einen riesengroßen Müllhaufen verkommen ließen. Heute zahlt man Eintritt und liegt in der Hochsaison wahrscheinlich wie eine Sardine in der Büchse im Sand. Funfact: Lisa hat die 4€ Eintritt bei der Weiterfahrt wieder am Boden gefunden 🙂

Am Dienstag kam es natürlich wie es kommen musste. Die Straßen im Süden Kretas sollten richtig schlecht sein, bis Myrtos war ich aber überrascht wie gut alles ausgebaut ist. Naja, in Myrtos angekommen wurde die Straße richtig eng, links und rechts chaotisch vollgeparkt und der Spiegel von Michaíls Auto musste beim Abbiegen dran glauben … Shit happens!

Michaìl war natürlich sehr erbost, ich im ersten Moment geschockt, Lisa am Rande des Kollaps 😉 Glück im Unglück – eine Schweizerin die in Myrtos wohnt und auch alle anderen Einwohner halfen uns beim Kontaktieren der Versicherung. Nach zwei Stunden war alles geregelt, unser Camper um einen Kratzer reicher und Michaíl hatte sich so weit beruhigt das er mir am Schluss noch die Hand gab.

Gestern, Mittwoch, ging es dann eher gemütlich weiter und ich achtete noch mehr auf die Größe unseres Fahrzeugs. Nach einem Zwischenstopp in Kouses deckten wir uns bei Botano – einem Kräuterladen den wir aus einer ARTE Dokumentation kannten mit Gewürzen, Salz und Tee ein. Schon bei den letzten Metern zu Fuß (keine Dörfer mehr mit dem Camper) mussten wir nurmehr unserer Nase folgen.

Heute machen wir Pause in Matala mit seinen bekannten Steinhöhlen am Strand, der Campingplatz ist gemütlich, es gibt eine große Auswahl an kühlen Biersorten, eine ordentliche Auswahl an Restaurants und keine engen Straßen wo ich was kaputt machen könnte 🙂

Schöne Grüße aus Matala, wir pusten etwas Sonne nach Österreich 🙂

Stefan & Lisa

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